Ein kleines Leck im Oktober kann im Januar zu einem großen Wasserschaden führen. Die gute Nachricht: Viele Schwachstellen am Dach sind frühzeitig erkennbar — wenn man weiß, worauf man achten muss. Einige Punkte können Sie selbst prüfen, für andere brauchen Sie einen Fachbetrieb.
Was Sie vom Boden aus kontrollieren können
Mit einem Fernglas können Sie aus sicherem Abstand schon viel erkennen: verschobene oder fehlende Dachziegel, Risse in der Eindeckung, beschädigte Firstziegel oder sichtbares Unterdachmaterial. Achten Sie auch auf unregelmäßige Vertiefungen in der Dachfläche — sie können auf Schäden an der Unterkonstruktion hinweisen.
Auch von innen lohnt sich ein Blick: Gehen Sie auf den Dachboden und schauen Sie bei Tageslicht, ob Lichtpunkte von außen erkennbar sind. Feuchtigkeitsflecken an Sparren oder Dämmung sind ein eindeutiges Zeichen für ein Leck.
Dachrinnen und Fallrohre
Verstopfte Dachrinnen sind ein unterschätztes Problem. Stehendes Wasser gefriert im Winter und kann die Rinne aufsprengen. Im Herbst sollten Laub und Schmutz entfernt werden — das können Sie in vielen Fällen selbst erledigen, wenn Sie sicher auf einer Leiter stehen können.
Prüfen Sie auch die Fallrohre auf Risse und kontrollieren Sie, ob alle Verbindungen dicht sitzen. Undichte Fallrohre können Feuchtigkeit in die Fassade leiten.
Herbst-Checkliste fürs Dach
- Dachfläche auf verschobene oder fehlende Ziegel prüfen (Fernglas)
- Dachboden auf Lichteinfall und Feuchtigkeitsflecken kontrollieren
- Dachrinnen von Laub befreien
- Fallrohre auf Risse und Undichtigkeiten prüfen
- Moos und Flechten auf der Eindeckung notieren
- Abdichtungen um Kamine und Dachfenster prüfen
- Zustand der Firstabdichtung begutachten
Besteigen Sie das Dach nur mit geeigneter Ausrüstung und Sicherung — oder lassen Sie es ganz. Ein Dachdecker für eine Sichtprüfung kostet wenig und ist sicherer als ein Sturz vom Dach. Viele Betriebe bieten Herbst-Inspektionen als Pauschalleistung an.
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