Die Elektrik gehört zu den sensiblesten Bereichen im Haus. Fehler haben hier keine kosmetischen Folgen — sie können Brände verursachen, Leben gefährden und Versicherungsschutz kosten. Gleichzeitig gibt es einiges, was technisch versierte Heimwerker durchaus selbst erledigen dürfen.
Was Laien legal erledigen dürfen
Glühbirnen und Leuchtmittel tauschen, Stecker an vorhandene Kabel anschließen, einfache Leuchten an bestehenden Anschlüssen montieren — das sind Tätigkeiten, die keine besondere Qualifikation erfordern. Auch das Austauschen von Steckdosenabdeckungen oder Lichtschaltern (ohne Eingriff in die Verkabelung) ist in der Regel unproblematisch.
Was ausnahmslos in Fachmannhände gehört
Sobald Sie in das Stromnetz eingreifen — also neue Leitungen verlegen, Sicherungen austauschen, den Verteilerkasten erweitern oder Steckdosen neu installieren — ist ein zugelassener Elektrobetrieb Pflicht. Das gilt auch für Arbeiten an Feuchträumen wie Bädern und Küchen, wo besondere Schutzmaßnahmen vorgeschrieben sind.
Hintergrund ist die VDE-Norm und das Energiewirtschaftsgesetz: Elektroinstallationen müssen von einem Fachbetrieb ausgeführt werden, der beim örtlichen Netzbetreiber eingetragen ist. Nur dann ist die Arbeit versicherungsrechtlich anerkannt.
Diese Arbeiten gehören immer in Fachmannhände
- Neue Steckdosen installieren oder versetzen
- Sicherungen und FI-Schutzschalter austauschen
- Elektroinstallationen in Bädern und Küchen
- Smart-Home-Systeme mit Netzanbindung
- Wallboxen für Elektrofahrzeuge installieren
- Photovoltaikanlagen anschließen
- Leitungen in Wänden neu verlegen
Im Schadensfall prüft die Versicherung, ob Arbeiten fachgerecht ausgeführt wurden. Stellt sich heraus, dass ein Laie an der Elektrik gebastelt hat, kann die Leistung vollständig verweigert werden — selbst wenn der Fehler nichts mit dem Schaden zu tun hat.
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