Gartenpflege im Frühjahr: Was gehört auf die Liste?
Der erste warme Märztag lockt in den Garten — aber nicht alles, was jetzt verlockend aussieht, sollte sofort angepackt werden. Wer zu früh schneidet, zu früh düngt oder zu früh pflanzt, riskiert mehr Schaden als Nutzen. Die richtige Reihenfolge ist entscheidend.
Zuerst: Bestandsaufnahme
Bevor Sie mit irgendeiner Arbeit beginnen, lohnt sich ein ruhiger Rundgang. Was hat den Winter gut überstanden? Welche Stauden sind erfroren? Wo hat der Frost die Erde aufgebrochen? Gibt es Frostschäden an Bäumen oder Mauern? Notieren Sie, was repariert, ersetzt oder zurückgeschnitten werden muss.
Schnittarbeiten: Wann und was?
Rosen werden im Frühjahr geschnitten, wenn der Forsythienstrauch blüht — das ist eine verlässliche Faustregel. Zu früh riskiert Frostschäden an frisch geschnittenen Trieben. Obstbäume werden idealerweise vor dem Austrieb geschnitten, also Februar bis März.
Sommerblühende Sträucher wie Buddleia oder Hibiskus werden stark zurückgeschnitten (bis auf wenige Augen), frühlingsblühende wie Forsythie oder Flieder erst nach der Blüte. Wer das durcheinanderbringt, verzichtet auf eine Saison Blüte.
Boden vorbereiten und düngen
Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, können Sie lockern und Kompost einarbeiten. Dabei gilt: nicht zu tief graben, um das Bodenleben nicht zu stören. Frischer Kompost jetzt eingegraben gibt Beeten genug Zeit, bis die Pflanzsaison beginnt.
Mineralische Dünger erst einsetzen, wenn die Pflanzen wirklich anfangen zu wachsen — zu früh gedüngt wird vom Regen ausgewaschen, bevor es etwas nützt. Langzeitdünger sind hier die bessere Wahl.
Frühjahrsliste für den Garten
- Bestandsaufnahme: Was hat den Winter überlebt?
- Laub und altes Pflanzenmaterial entfernen
- Rosen und Obstbäume zum richtigen Zeitpunkt schneiden
- Kompost in Beete einarbeiten
- Rasen vertikutieren und nachsäen
- Teich von Algen und Winterverschmutzung befreien
- Gartengeräte reinigen und warten
- Bewässerungsanlage nach dem Frost prüfen
Wann sich ein Gartenbauer lohnt
Baumschnitt an großen Bäumen, Umgestaltungen, neue Pflasterarbeiten oder das Anlegen von Beeten gehören in professionelle Hände — nicht weil es technisch unmöglich wäre, sondern weil Fehler hier lange sichtbar bleiben oder teuer zu korrigieren sind. Ein Gartenbauer aus der Region kennt außerdem den lokalen Boden und das Klima — was in Pankow gut wächst, muss in Brandenburg nicht funktionieren.
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